Wanderungen im Rhêmestal

 

  • Thumel - Benevolo

Ausgangspunkt: Thumel (1879 m);
Ziel: Schutzhütte Benevolo (2285 m);
Höhenmeter: 406 m;
Marschzeit hin und zurück: 3 Stunden;
Schwierigkeitsgrad: T/E;
empfohlene Jahreszeit: Mitte Juni - September.

Wegbeschreibung: Am Ende der Fahrstrasse des Rhêmestals liegt das charakteristische Dorf Thumel; da beachten wir nicht die Strasse zur Schutzhütte, und folgen den Saumweg, der am Ende der geteerten Strasse anfängt; wir durchqueren eine kleine Brücke und steigen entlang des Dora di Rhêmes entlang. Nach einem sumpfigen Plateau steigen wir weiter hinauf und erreichen wieder das ungeteerte Strässchen, das uns jetzt zu einer römischen Brücke führt. Wir wechseln Talseite und gelangen zur Alpe Lavassey und nach kurzer weiterer Marsch zur Schutzhütte. Merkwürdig ist der Reichtum an Gewässer und das grossartige Panorama des hohen Rhêmestales.

  • Chanavey - Sort (Rundwanderung)

Ausgangspunkt: Bruil (1723 m);
Ziel: Casotto (Parkhütte) del Sort (2295 m);
Höhenmeter: 590 m;
Marschzeit: 4 Stunden;
Schwierigkeitsgrad: E;
empfohlene Jahreszeit: Juli-September.

Wegbeschreibung: wir beginnen unsere Wanderung im Weiler Bruil, wo wir den Markierungen nach dem Colle (Pass) di Entrelor folgen; an der Abzweigung weiter oben folgen wir dem Weg links nach dem Vallone (Tal) di Sort, und so erreichen wir das grosse Metallkreuz Château Quelet, das auch vom Tal gut sichtbar ist. Nach einem angenehmen Abschnitt durch einen Lärchenwald gelangen wir an die Parkhütte, in deren Nähe wir leicht Wild erblicken können. Für die Rückkehr wählen wir einen leicht und schräg absteigenden Weg, der uns zur Alpe Chaussettaz führt; in diesem Querabschnitt halten wir unsere Sinne wegen der hohen Wahrscheinlichkeit an Wildbeobachtungen höchst wach. Mit dem Abstieg nach Bruil beenden wir unsere Wanderung, die wir verlängern können, wenn wir dem interessanten Naturlehrpfad entlang der Talsohle folgen und so weiter bis zum Weiler Chanavey hinuntersteigen.

  • Vaudaletta

Ausgangspunkt: Thumel (1879 m);
Ziel: Col (Pass) Leynir (3084 m);
Höhenmeter: 1205 m;
Marschzeit hin und zurück: 7 Stunden;
Schwierigkeitsgrad: E/EE;
empfohlene Jahreszeit: Juli-September; Anmerkung: die Schwierigkeit des letzten Abschnittes muss mit Vorsicht erwägt werden.

Routenbeschreibung: wir verlassen den kleinen Weiler Thumel auf dem Weg Nr. 11, und nach einem Wäldchen und der Überquerung des Baches fangen wir einen langen Aufstieg im Lärchenwald an; wir gelangen zu den Vaudalettahütten, die Objekt einer bedeutungsvollen Funktionsrückgewinnung durch den Park sind. Die Natur dieser Gegend ist sehr interessant: Begegnungen mit Gämsen, Murmeltieren und Schneehühnern sind möglich, und die Hochgebirgsvegetation ist weit vertreten. Wir steigen weiter Richtung Pass, wo uns eine grossartige Aussicht auf das Rhêmestal und auf den Gran Paradiso-Massiv nach der Anstrengung belohnt. Unmittelbar unter dem Pass liegt ein kleiner Gletscher, dem man mit Vorsicht entgegentreten muss: Im Falle von auftauchendem Eis ist es ratsam, auf der linken Moränenkante vorzurücken, und das immer mit grosser Vorsicht.

  • Bruil - Alpe Entrelor

Ausgangspunkt: Bruil (1723 m);
Ziel: Pian de la Feya (2403 m);
Höhenmeter: 680 m;
Marschzeit hin und zurück: 4 Stunden;
Schwierigkeitsgrad: T/E; empfohlene Jahreszeit: Juli-September;
Anmerkung: der eventuelle Aufstieg zum Colle (Pass) di Entrelor weist Schwierigkeiten (EE) im letzten Abschnitt vor.

Routenbeschreibung: wir fangen unsere Wanderung in Bruil an und mit klaren Markierungen überqueren wir den Bach Dora di Rhêmes und steigen den Vallone (Tal) di Entrelor hinauf. Wir beachten nicht auf die Abzweigungen nach dem Vallone di Sort und nach Chaudannaz, und nach einigen Waldabschnitten gelangen wir zur Alpe Entrelor. Wenn wir weiter in das Tal hineindringen, können wir die nächste Alp erreichen, die Plan de la Feya heisst und wo die Wildsichtungen häufig sind. Ein letztes Ziel könnte der Pass sein, wo die Aussicht sich vom fernen Montblanc bis zum nahen Gran Paradiso erstreckt: es ist aber nur für erfahrene Wanderer empfohlen, weil es Schwierigkeiten vorweist, die in Anwesenheit von Eis noch erhöht sind.