San Lorenzo - Praghetta Superiore

Merkmale
Startpunkt: 
San Lorenzo
Starthöhe: 
1031 m
Ziel: 
Alpe Praghetta Superiore
Zielhöhe: 
2160 m
Wegweiser: 
560a
Höhenmeter: 
1129 m
Länge: 
3,8 km
Schwierigkeitsgrad: 
E - Wanderung - Siehe Schwierigkeitsskala
Laufzeit: 
Hinweg: 3 h 55 min - Rückweg: 2 h 15 min
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GPS-Track: 
Anhänge: 
Stützpunkte: 
  • Rifugio (Hütte) Pocchiola Meneghello, in der Nähe des Valsoera-Stausees, nicht bewirtschaftet, immer offen, mit 12 Betten, Kochmöglichkeit, Wasser und Toiletten, http://www.geatcaitorino.it/RifPocc.htm ;
  • Rifugio Pontese, oberhalb des Telessio-Stausees (45 min), bewirtschaftet, mit einem großen Schlafraum und einigen kleineren Schlafzimmer, Toiletten im Innenbereich mit Dusche und Warmwasser, http://web.tiscali.it/rifugio.pontese/ .

Anfahrt

Locanas Weiler San Lorenzo ist aus Rosone über den ersten Teil der Strasse erreichbar, die durch das tiefe Piantonetto-Seitental hinaufführt.

Beschreibung

Nachdem wir durch die kleine Dorfgemeinde San Lorenzo gelaufen sind, steigt der Weg steil am Hang hinauf; dort befinden sich Großflächen an Gehölz, vorwiegend Birkenbäumen, die sich hier gut entwickelt haben, nachdem Anbau und Weide nicht mehr betrieben werden. Im unteren Teil des Hangs haben Kastanienwälder den Vorrang, während in den mittelhohen Gebieten kleine Buchenwälder stehen.


Man läuft durch einige verlassene und zerfallene Hüttendörfer; hier sind deutliche Spuren der intensiven Viehzucht der Vergangenheit erhalten. Besonders bemerkt man meterlange Trockensteinmauern zur Abgrenzung des Weges und der Besitztümer,  oder um   Terrassierungen in der Nähe der Dörfer zu bilden; sie wurden ausgeführt, um die steilen und unwirtschaftlichen  Berghänge zu entsteinen und somit Ackerlandstreifen zu gewinnen, wo man einst Gemüse, Kartoffeln und Getreide anpflanzte und die optimale Sonnenlage des Hangs ausnutzte.   

Auf den oberen Hangpartien wachsen neben Birkenbäumen auch Haselnussbäume und seltener die Grünerle  und die Bergeberesche.

 

Auf Höhe 1700 m erreicht man die Hütten von La Cà, wo der Wald den Weiden weicht.

Wegen der  steilen Hänge und der Steinansammlungen sind solche Weiden karg.

 

 

Die südliche Lage  und die in einigen Jahreszeiten unzureichende Wasserverfügbarkeit tragen dazu bei,  dass die fortschreitende Verwahrlosung der Weiden die Einnistung des Wacholders als dominante Pflanzenart anstelle der grünen Erle bewirkt, die im Gegenteil an den frischen und feuchten Berghängen zu finden ist (Weg Nr. 560). In der Nähe von Alpe Praghetta sind deutlich die Spuren der Entsteinungsarbeiten zu entdecken, mit denen man neues Wiesengelände gewonnen hat. Hier befinden sich auch die Reste einer alten Seilbahn, die früher als Transportmittel benutzt wurde, um Bergkäse hinunter in die Dörfer zu liefern und die Bewohner auf den Alpen mit den Lebensnotwendigkeiten zu versorgen. Diese Werke beweisen, dass diese Gebiete, die heute an  Bedeutung verloren haben, das Überleben vieler Familien bis vor einigen Jahrzehnten gewährleistet haben. 

Inmitten steiler Grashänge verfügt Alpe Praghetta mit seiner Position über einen wunderschönen Ausblick auf das Orco-Tal.

 

 

In den letzten 30 Jahren hat sich die  Weidenutzung in diesen Gebieten stark verringert und es bleibt nur ein halbwildes Weiden in der Sommerzeit. Aus Mangel einer zweckmäßigen Ausnutzung dieser Gebiete hat sich die Weidenqualität allgemein verschlechtert; dazu kommt die Übernutzung der einfacher erreichbaren und mit wertvollerem Gras bedeckten Gebiete.