Talosio - Colle Crest

Merkmale
Startpunkt: 
Talosio
Starthöhe: 
1225 m
Ziel: 
Colle Crest
Zielhöhe: 
2050 m
Wegweiser: 
565
Höhenmeter: 
825 m
Länge: 
4,5 km
Schwierigkeitsgrad: 
E - Wanderung - Siehe Schwierigkeitsskala
Laufzeit: 
Hinweg: 2 h 45 min - Rückweg: 1 h 45 min
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GPS-Track: 
Anhänge: 
Stützpunkte: 
  • Posto tappa (Etappenunterkunft) gta Talosio, in akzeptablen Räumlichkeiten angelegt; verfügt über 17 Schlafplätze aber über keine Möglichkeit zum Kochen. Für Frühstück und Abendessen sind die Gaststätte in Prascondù (geöffnet vom 15.06 bis 15.09) oder der Gasthof in Talosio zu empfehlen; hier kann man auch den Schlüssel anfragen, wenn die gta-Etappenunterkunft in Talosio geschlossen ist.

Anfahrt

Der Weiler Talosio der Gemeinde Ribordone ist über die Provinzstraße Nr. 49 erreichbar, die durch das Ribordone-Seitental von Sparone aus hinaufführt.

Beschreibung

Von Talosio aus erreicht man der Talsohle folgend die Wallfahrtskirche in  Prascondù; die Trasse führt über von Trockenmauern und Baumreihen eingefassten Saumpfadabschnitten.

Nach der Wallfahrtskirche folgt noch für ein Stück die Route  der Talsohle durch Weidenlichtungen und Buschwälder, die vorwiegend aus hier allmählich ansiedelnden Birkenbäumen bestehen.

Der Weg führt den Hang hinauf bis zur Alpe Barlan auf dem das 'Talende spaltenden Bergkamm; von hier aus genießt man einen schönen Ausblick auf das Ribordone-Seitental.

Hier finden wir wieder die Felsenbirnen, die in diesem Tal auch am Weg 561 zwischen Alpe Arzola und Posio zu sehen sind. Diese Baumsorte, die sonst in dieser Gegend sehr selten ist, beweist den Aufschluss eines felsenartigen Kalksubstrates, wie man ein bisschen weiter oben auf dem aussichtsreichen Bergkamm gerade unter der Alpe Roc beobachten kann; hier erheben sich vom Bergkammprofil typische weißliche Kalkgesteine.

An der Bergkammflanke öffnet sich eine kleine Höhlung, die  aus Karsterscheinungen entstanden ist und eine in mehreren Räumen ausgegliederte Grotte gebildet hat,  Boo d’la Faja genannt.

Kurz weiter bieten auf einem schönen Bergrücken die Alpi Roc eine ideale Gelegenheit für  eine Pause mit einem weiten Ausblick vor dem letzten steilen Anstieg zum Colle (Pass) Crest.

Wenn man weiter hinaufsteigend das Tal bei besonderen Lichtbedingungen beobachtet, erkennt man die an den Berghängen noch gut erhaltenen Zeichen der morphologischen Modellierung.

Am Pass öffnet sich der Blick auf das Soana-Tal; man beobachtet aber auch eine Veränderung der Umwelt und der Landschaft: Von den allgemein gleichmäßigen und mit kargem Grasland bedeckten Geomorphologien am Südhang wechseln wir am Nordhang zu einer unebenen und mit einem dichten Gebüsch an Grünerlen bedeckten Landschaft. Die Herbstschneedecke im Bild weist auf die unterschiedliche Klimabedingung hin.